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18.03.2024Elke Jauk-Offner

Zweit-Geboren

EINES IST SICHER: Wenn sich Baby Nummer 2 ankündigt, kann man auf einiges an Erfahrung zurückgreifen, kennt viele Routinen und das selbstverständliche Fehlen ebensolcher. Und doch tauchen manchmal gemischte Gefühle auf. Wird man das zweite Kind genauso lieben, wie verändert sich die Beziehung zum Erstgeborenen? Definiert sich das Familienleben neu? “Je nachdem, was die Erinnerung an Schwangerschaft, Geburt und erste Lebenswochen in den Eltern auslöst, kann die Erfahrung mit dem ersten Kind als eher förderlich oder hinderlich erlebt werden”, sagt Kinder, Jugend- und Familienpsychologin Elisabeth Glauninger, “Hoffnungen und Ängste spielen fast immer eine große Rolle”.


Was hilft: Der Fokus auf das, was schon einmal gut funktioniert hat. Was hat beim ersten Kind gut getan? Was hat entlastet? “Das gilt auf sozial-emotionaler und auf praktischer Ebene. Welche Menschen tun mir gut, welches Netzwerk kann ich aktivieren? Aus welchen Kraftquellen schöpfe ich Energie? Womit kann ich mich verwöhnen”, sagt Glauninger. Das können kleine Dinge im Alltag sein – vom Telefonat mit der besten Freundin über den Lieblingstee bis zum duftenden Massageöl. Wichtig: Familie, Freunde, unterstützende Hände schon im Vorfeld in Bereitschaft versetzen. “Das ist einfacher als in einer belastenden Ausnahmesituation. Das Wissen über einen Back-up Plan an sich kann schon sehr beruhigend sein.”

KEINE PAUSCHALREISE Mit dem zweiten Kind wird eine neue Geschichte geschrieben. “Das lässt sich mit einer Reise vergleichen, die man im Vorfeld nicht exakt planen kann. Es macht also Sinn, wenn wir keine Pauschalreise erwarten”, rät die Expertin. Es braucht Flexibilität und ein bisschen Abenteuerlust. Reisegepäck für viele Eventualitäten gibt Sicherheit, von den Goodies für alle Familienmitglieder bis zur Not-Apotheke. Die größte geforderte Anpassung an die neue Familienstruktur liegt beim Erstgeborenen.


“Es braucht die Bestätigung, dass es weiter geliebt wird und seine Bedürfnisse unverändert wahrgenommen werden”, unterstreicht Glauninger. Da gehe es nicht um große Extras, aber das Wissen auf Elternebene, dass genau jetzt die Qualität in kleinen, liebevollen Gesten – vom “ich hab dich lieb”, dem Kuschelmoment oder der kurzen Buchgeschichte ganz allein mit Mama oder Papa – von besonderer Bedeutung sind. Das Neugeborene bekommt intensive Zuwendung, das größere Geschwisterchen rückt leicht in den Hintergrund.


ZUSAMMEN-WACHSEN Öfter taucht die Frage auf: Wird man sein zweites Kind genauso lieben? “Man darf sich hier getrost auf die Natur mit ihren Bindungshormonen und Botenstoffen verlassen. Ob die Liebe einschlägt wie ein Blitz oder ob sie aus einem behutsamen Kennenlernen langsam wächst, ist einerlei. Nähe und Versorgung des Nachwuchses stärken die Bindung. Die Psychologin rät: “Geduld mit sich selbst und Vertrauen in die Tatsache, dass Zusammen-Wachsen Zeit braucht, bieten einen sicheren Boden.” Und sie zitiert Anne Morrow Lindberghs: “Nur die Liebe lässt sich unendlichfach teilen, ohne weniger zu werden.”

AUS ZWEI MACH SECHS


Sandra Wiesmüller, Mama von vier Kindern, und die älteste Tochter Nina erzählen, was sich für sie mit dem sukzessiven Wachsen der Familie verändert hat – und was nicht.


BEI DEN WIESMÜLLERS war die Vorfreude auf Baby Nummer 2 groß. Töchterchen Nina war zwei Jahre alt. “Als unser zweites Kind geboren wurde, war alles anders”, erzählt Sandra Wiesmüller, “Fabian wurde mit einem – mittlerweile behobenen – schweren Herzfehler geboren.” Der Neuankömmling musste in München operiert werden und in Graz einige Zeit im Krankenhaus bleiben. “Ich hatte große Bedenken, dass Nina ihren Bruder auf Grund der langen Trennung von uns nicht lieben würde und eifersüchtig wäre. Aber die erste Begegnung war überwältigend, sie strahlte über das ganze Gesicht.” Auch die heute 26-jährige Nina bestätigt: “Für mich war wichtig: Ich war nicht mehr allein.” Vier Jahre später kam Lena zur Welt.


“Das Leben in Österreich ist auf eine 4-Personen-Familie ausgerichtet”, sagt Sandra Wiesmüller. Es brauchte ein größeres Auto, ein Haus wurde gebaut. Lena blieb die behütete kleine Schwester – bis Livia den Platz einnahm. Sie wurde sechs Jahre nach Lena geboren. Das größere Auto war schon da, Platz auch.


NEUE THEMEN Livia kam zur Welt, da war Nina zwölf. Die Welt hatte sich um einiges weitergedreht. “Sehr verändert hat sich der Umgang mit den sozialen Medien”, konstatiert Sandra Wiesmüller, “Nina musste um einen Zugang zum Schüler VZ (Anmerkung: Online-Community ab 2007) betteln. Wir haben es ihr mit zwölf nicht erlaubt, da Cybermobbing komplett neu war. Mit 13 durfte sie sich auf Facebook registrieren. Wir haben gemeinsam mit ihr regelmäßig kontrolliert, was sie auf Facebook trieb.” Livia ist mit Smartphone und digitalen Medien aufgewachsen, “wir reden mit ihr über die realen Gefahren des Internets wie Cybergrooming”. Die Themenwelt beim Großwerden hat sich verändert – das reicht von der Vielfalt sexueller Ausrichtungen über Bodyshaming bis zur Cancel Culture. Heute sind drei der vier Kinder erwachsen, “sie sind verschieden und nicht immer derselben Meinung, aber füreinander da”, sagt die Mama. Die Familienbande sind eng, man trifft sich zumindest ein Mal pro Woche.


ABWECHSLUNG Die größte Herausforderung war und ist es, für alle immer ein offenes Ohr zu haben, sagt die Mama. “Als alle eigene Zimmer hatten, nahm ich mir für jeden allein Zeit, um Probleme, Ängste und Bedürfnisse zu besprechen. So konnte das ‘Gute Nacht’ sagen manchmal mehrere Stunden in Anspruch nehmen.” Heute sagen die Wiesmüllers: “Gerade die ungeraden Kinder bringen die größten Umstellungen. Das erste Kind sowieso, das dritte, weil alles auf die Familie mit zwei Kindern ausgelegt ist. Leben heißt Veränderung. Und das ist schön so.”

Elke Jauk-Offner
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