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19.01.2023Elke Jauk-Offner

Einfach im Flow

Mario Pabst hatte früh einen ambitionierten Plan gefasst: Im Alter von 30 Jahren wollte er Hoteldirektor sein. Um mit der Tür ins Haus zu fallen: mission completed. Allerdings hätte es durchaus anders kommen können. Die Entscheidung für eine Ausbildung im Hoch- und Tiefbau war nämlich bereits gefallen. Allein: Das gastrophile Familiengen – der Papa renommierter Küchenchef, die Mama Restaurantleiterin – setzte sich kurzerhand doch noch durch. Noch heute sind ihm die Pancakes, die er beim Schnuppern in der Tourismusschule gefertigt hat, in bester Erinnerung. Ab diesem Moment waren die Würfel gefallen. In der Wirkungsstätte seines Vaters, dem Steirerhof in Bad Waltersdorf, verdiente sich Mario Pabst erste Sporen, weitere Stationen in Fünfsternehäusern folgten. Die Wintersaison im Suvretta House in St. Moritz sollte als besonders lehrreiche und als besonders fordernde Zeit in den Lebenslauf eingehen. Ganze 19 Kilo nahm der damals 19-Jährige in wenigen Monaten ab. Höchste Anforderungen in Bezug auf Leistung und Disziplin in dem ganz nach alter Schule geführten Betrieb gingen an die Substanz, „selbst unsere Schuhsohlen wurden stets auf Sauberkeit überprüft“. In dieser Zeit entwickelten sich allerdings auch Freundschaften fürs Leben. Woher das Durchhaltevermögen schon in jungen Jahren rührte? Einsatzwille und Ehrgeiz sind dem passionierten Sportler nicht fremd, im Beachvolleyball genauso wie im Eishockey.


ERFAHRUNGSREICHTUM


Der Steirer kehrte trotz der durchwachsenen Erfahrungen unter die Fittiche von Maître d‘Hôtel Claudio Molinari in die Schweiz zurück, schließlich hatte dieser ihn beim Saisonabschlussgespräch zu einem der zehn Besten im Service geadelt. „Ich wollte mich auch einfach nicht kleinkriegen lassen.“ Noch heute besteht Kontakt zwischen den beiden. „Mein Vater hatte mir den Rat gegeben: Nimm immer nur das Positive mit, lass das Negative einfach zurück.“ Es war nicht der einzige Führungsstil, den der Steirer in seinen ersten Jahren in der Branche erlebt hat. Im Grand Park Hotel in Bad Hofgastein war die Philosophie von Maitre Jatin Kothari eine gänzlich andere: Wo keine Fehler gemacht werden, da wird nicht gearbeitet, lautete dessen Credo. „Er war während meines Praktikums eine Vaterfigur für mich.“ Zu Mentoren wurden Werner und Gunda Unterweger, die Gastgeber im Steirerhof. Für Pabst war das renommierte Haus auch ein fruchtbarer Boden, um sich als Barchef zu profilieren. Feuerspucken? Inklusive!

ÜBERZEUGUNGSARBEIT


Nicht alle Karriereschritte ließen sich aber gleich wunschgemäß verwirklichen: „Öfter einmal hieß es, dass ich einfach noch zu jung bin. Es hat mich geärgert, dass eine Position allein am Alter festgemacht wurde, obwohl ja Motivation, Wissensdurst und Leistungsfähigkeit vorhanden waren.“ Im Das Kranzbach in Garmisch-Partenkirchen erweiterte Pabst schließlich seine Kompetenzen auf den F&B-Bereich und stieg später zum stellvertretenden Hoteldirektor auf. Ebendort lernte er vor elf Jahren auch Spa-Leiterin und Direktionsassistentin Anita Atzmüller kennen und lieben. Seitdem zieht das karriereengagierte Paar an einem Strang und unterstützt sich gegenseitig, „wir haben unseren Jobs alles untergeordnet“. Pabst lässt keinen Zweifel daran, dass es Ausdauer und klare Ziele vor Augen braucht: „Aus meiner Maturaklasse bin ich der einzige unter 19 Kollegen, der noch in der Branche tätig ist. Von 100 Absolventen wird nur einer Hoteldirektor.“ Es brauchte übrigens intensive Überzeugungsarbeit von Seiten der Familie Mayer, bevor das Power-Duo gemeinsam willens war, in ein vollkommen neues Feld, die Familienhotellerie, zu wechseln und ins Salzkammergut zu übersiedeln. Heute ist Mario Pabst überaus glücklich darüber, dass er die Herausforderung 2016 angenommen hat. Als Florian Mayers Stellvertreter, inzwischen einer seiner besten Freunde, tauchte er immer tiefer und leidenschaftlicher in neue Hotelwelten ein. Mit 30 Jahren war es dann tatsächlich soweit: Die Führung wurde ihm übertragen.


FLACHE HIERARCHIEN


Und wie ist er so als Chef? „Das wertschätzende Du ist mir wichtig, viele Entscheidungen werden demokratisch getroffen“, sagt Pabst, der eine Politik der offenen Türe lebt. Die Anliegen und Sorgen der 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch abseits des Jobs sollen nicht ungehört bleiben. „Ich lege auch großen Wert auf den Onboardingprozess. Da wird man auf die Dachsteinkönig-DNA eingeschworen.“ Gerade in Bezug auf Sozialkompetenzen sind ihm seine Eltern immer ein großes Vorbild gewesen. Wenn Not am Mann ist, hilft er beim Schneeschaufeln oder in der Spüle mit, „wir haben flache Hierarchien und das funktioniert sehr gut. Es ist ein Flow, der anhält.“ 105 Suiten und zwölf Chalets stehen anspruchsvollen Gästen im Dachsteinkönig zur Verfügung. Die Annehmlichkeiten für Groß und Klein sind breit gestreut: Kindertheater und Turnhalle, Bowlingbahn und Gokart-Strecke, 110 Meter lange Wasserrutsche und Streichelzoo, ein umfangreiches Wellnessangebot und ein üppig gefüllter Weinkeller sind Teil des Urlaubsvergnügens. „Es ist die wertvollste Zeit, die Familien in unsere Hände legen. Für unsere Gäste beginnt der Urlaub in dem Moment, in dem sie auf unserem Parkplatz ankommen, dafür sorgen wir.“ Kinder als Gäste sind dabei „absolut ehrlich. Ehrlich zufrieden und ehrlich unzufrieden. Und sie kommen auf so viele gute Ideen.“

KLARER KOPF


Sein Arbeitselixier ist und bleibt die Freude am Tun. Die sollte sich auch im gesamten Team widerspiegeln. „Man muss spüren, dass alle den Job gerne machen. Noch immer haben zu wenige Hotels erkannt, dass der Mitarbeiter genau so wichtig ist wie der Gast. In den Familux Resorts ist das dank Familie Mayer der Fall.“ Ausgleich zum Berufsalltag ist für Pabst der Sport, Zeit auf dem Berg, Fischen in klaren Gewässern oder eine Runde auf dem Golfplatz – „da wird der Kopf klar“ – sowie die Zeit mit seiner Familie. Fixes Ritual morgens und abends: Zeit mit Sohn Xaver – ob in der Wohnung mit Dachsteingletscherblick in Gosau oder im Haus in Burgau, auf dem Grundstück, das er von seinem Opa geschenkt bekommen hat. Der hatte übrigens auch einen guten Anteil an der Entscheidungsfindung, in die Familienhotellerie zu gehen. „Ich hatte eine sehr tiefe Bindung zu meinem Großvater. Als er schwer erkrankt und schließlich verstorben ist, hat mir das die Augen geöffnet: Man ist nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt“, sagt Pabst, für den die Familie einen hohen Wert darstellt. Seit zwei Jahren ist er nun selbst mit großer Begeisterung Vater: „Das hat mich wirklich auf ein neues Lebenslevel gebracht. Jede Entscheidung, die man trifft, ist auch eine Entscheidung für die Familie.“ Und manchmal braucht es auch einfach spontanen Rat vom Nachwuchs – der wählt nämlich immer die Socken für Papas Arbeitstag aus, die Sammlung ist mittlerweile kunterbunt. Genauso begeistert davon sind die kleinen Stammgäste im Dachsteinkönig, die regelmäßig Nachschau halten – nach Bugs Bunny und Co.

Elke Jauk-Offner
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