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10.05.2020Tina Stengle

Mama, du hast so einen schönen Mozzarella-Po!

Es ist Samstagabend, ich bin mit meinen Mädels (acht und zehn Jahre) in der Küche, wir backen Pizza und unterhalten uns über den Muttertag. Wie jedes Jahr haben sie fleißig gebastelt, zuerst in der Schule und im Hort, dann Corona-bedingt daheim, und halten eine ganze Armee an selbst kreierten Muttertags-Basteleien für mich in ihren Kinderzimmern versteckt. Ich erkläre ihnen, dass Geschenke doch nicht so wichtig sind. Sinnvoll verbrachte gemeinsame Zeit ist wichtig, ein paar nette Worte, mal ein Kompliment, ein bisschen Hilfe im Haushalt. „Ich wünsche mir einfach liebe Kinder.“, höre ich mich sagen und verdrehe innerlich die Augen, weil ich an eins dieser Bullshit-Bingos denken muss, das ich letztens in einer Eltern-Zeitschrift gesehen habe. Wer als Erster drei Sätze der Kategorie „Ich wünsche mir nichts als liebe Kinder.“ / „Handyzeit ist vorbei!“ / „Na gut, noch zehn Minuten.“ sagt, der hat gewonnen.
Muttertag, kurz nach dem Aufstehen im Badezimmer. „Mama, dein Po ist so schön weich wie ein Mozzarella!“, sagt Kind klein und schaut mich liebevoll an. „Nur mit viel mehr Löchern drin.“, ergänzt Kind groß nickend. Ich schaue die beiden fragend an. „War das nicht ein gutes Kompliment, Mama?“, fragt mich Kind klein unschuldig. „Doch, doch…“, murmele ich, „Dankeschön, ihr beiden.“ Habe ich schon erwähnt, dass es Muttertagssonntag, kurz nach dem Aufstehen ist? 06.15 Uhr wohl gemerkt, Frühaufsteherkinder-Aufstehzeit. Ich bin noch zu müde zum Weinen und verschwinde unter der Dusche.
Unter der Dusche fällt mir ein anderer Muttertag ein, die Kinder waren drei und fünf Jahre alt. Damals im Kindergarten war der Muttertag auch so ein riesiges Thema, direkt nach Ostern ging es los mit den Vorbereitungen für die Muttertagsgeschenke. In diesem Jahr wollten mich die Mädels mit einem Frühstück überraschen. Wie bereits erwähnt habe ich Frühaufsteherkinder, das war schon immer so und hat sich bis heute nicht geändert. Am besagten Muttertag wachte ich um sieben Uhr auf, schaute entsetzt aufs Handy, ohgottohgott, schon sieben, wieso schlafen die Kinder noch… Sind sie krank? Alle beide gleichzeitig? Aus der Küche kam ein köstlicher Duft, nach Pfannkuchen / Eierkuchen / Palatschinken, wie auch immer ihr dazu sagt. In der Küche begrüßten mich die Mädels freudestrahlend: „Alles Liebe zum Muttertag, Mama!“. Die köstlich duftenden Pfannkuchen (die übrig gebliebenen vom Vortag) hatten sie über die beiden Heizkörper gehängt. „Ich habe die Heizung extra auf fünf gedreht, Mama, damit wir ein leckeres, warmes Frühstück haben.“, erklärte mir Kind groß mit zarter Stimme. Ja, das war auch ein schöner Muttertag, an dem ich zwei Stunden lang Heizkörper von Krümeln und Fett befreien durfte.

Ich bin generell keine große Befürworterin dieser „Thementage“. Valentinstag, Vatertag, Muttertag – manchmal ist es ja ganz gut, daran erinnert zu werden, sich um seine Liebsten in besonderer Art und Weise zu kümmern, aber diese festgelegten Tage sind nicht so meins. Ich hab mal gelesen, dass hinter all diesen Tagen der Verband der Blumengeschäftsinhaber steckt, aber das stimmt wohl nur zum Teil. Aber es klingt irgendwie logisch. Oder die Bastel-Industrie. Oder die Pharma-Industrie – wegen den Kopfschmerzen, die man von lieb gemeinten Kinder-Komplimenten bekommt.
Okay, lassen wir das. Raus aus der Dusche und rein ins Leben. Auf dem Frühstückstisch wartet trotz des liebevollen Mozzarella-Kompliments die komplette Armee selbst gebastelter Geschenke. Liebe Welt, wer hat eigentlich das Gerücht in Umlauf gebracht, dass sich Mütter am meisten über selbst Gebasteltes freuen? Mein Haus ist voll mit Papierblumen, Traumfängern, Papp-Figuren und Scherenschnitten. Wegwerfen geht nicht. Meine Kinder vergessen NIE, NIEMALS auch nur ein Geschenk, das sie gebastelt haben.
Gibt es einen Ausweg aus der Bastel-Misere? Achtung, liebe Mütter, hier kommt der Part mit der Schleichwerbung: Wünscht euch etwas. Stellt euch vor eure Familie hin und äußert einen konkreten Wunsch. Wünscht euch eine Auszeit in einem Familux Resort – die braucht ihr jetzt mehr denn je. Einen ayurvedischen Stirnölguss dazu, dann hat der Mann auch gleich ein Geburtstagsgeschenk, den Champagner sollen die Großeltern geschenketechnisch übernehmen. Ich bin ganz ehrlich zu euch: Unsere Kidscoaches basteln auch den lieben langen Tag mit den Kids. Sie gehen viel an die frische Luft, machen Ausflüge und so, aber trotzdem: eure Suite wird innerhalb von wenigen Stunden mit Playmais-Kunstwerken und Salzteig-Gebäck dekoriert sein. Jedoch: Nach der damit verbundenen Auszeit allein oder mit dem Partner, im SPA, im Schwimmbad, in den Bergen, auf der Almhütte, an der Bar oder einfach nur im Zimmer – kann man sich wieder über Basteleien freuen und sie als Erinnerung an einen wunderschönen Urlaub aufbewahren. Ich verspreche es euch!
Was war euer schönstes Muttertagsgeschenk?
Ich wünsche euch alles Liebe zum Muttertag. Und vor allem Nerven wie Drahtseile.
Eure Tina

Tina Stengle
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