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14.02.2020Stefanie C. Jost

Über die Geschichte eines ergreifenden Festtages

Der Valentinstag

„The rose is red, the violet’s blue,
The honey’s sweet, and so are you.
Thou art my love and I am thine;
I drew thee to my Valentine:
The lot was cast and then I drew,
And Fortune said it shou’d be you.“

Dieses Gedicht von Joseph Ritson 1784 ist wahrscheinlich das erste, das dem Valentinstag seine romantische Tiefe gab. Es hat zu vielen Nachahmungstätern geführt. Für jene, die zur Sprache eine Beziehung mit dem Status „it’s complicated“ hatten, gab es ein wenig später sogenannte „Mechanical Valentines“. Das waren vorformulierte, gedruckte Valentins Karten, die des einen Herz ausschütteten, um das Herz des anderen zu öffnen. Damals wurden die großen Gefühle entdeckt. Es ging endlich darum, aus wahrer Liebe zu heiraten und nicht bloß aus berechnender Vernunft.

Ich frage mich schon seit Jahren, was es mit diesem Tag auf sich hat? Ein Tag, der bei manchen Frauen wochenlang die Erwartung himmelhoch wachsen lässt, und vor dem einige Männer schon Ende Jänner zu zittern beginnen, weil sie genau wissen, da ist doch irgend etwas Wichtiges … und ich darf ja nicht die Blumen vergessen!

Als ich durch historische Schriften blättere, entdecke ich ein Gedicht von Karl von Orleans aus dem Jahr 1415. Hier erwähnt er seine Angetraute Valentine. Selbst bei Shakespeare reklamiert sich der Valentinstag in das dramatische Geschehen rund um Hamlet: Ophelia singt ganz ekstatisch darüber. Aber die Wurzel reicht lange zurück. Die Passagen über den Heiligen Valentin von Terni öffnen mir die Augen! Dieser Heilige starb den Märtyrertod, weil er im römischen Imperium der Spätantike junge Paare nach christlichem Brauch traute. Schlimm, dass ein so schönes Ritual, das lebenslange Verbundenheit zeigen sollte, auf so viel Unverständnis stieß. 469 führte Papst Gelasius einen Gedanktag zu Ehren des heiligen Valentinus ein und setzte diesen für den 14. Februar fest.

Im mittelalterlichen England hat Geoffrey Chaucer das Thema literarisch aufgegriffen. Dadurch bekam der Tag allmählich auch für Menschen, die dem christlichen Glauben nicht so stark verbunden waren, eine tiefere Bedeutung. Um den ersten Jahrestag der Verlobung von König Richard II von England und Anne von Böhmen zu würdigen, schrieb er das Gedicht „Parlement of Foules“. An diesem Jahrestag im Februar fingen die Vögel nach den bedrückenden Wintermonaten wieder zu singen an, begannen sich zu paaren und schufen neue Nester. Diese meteorologische Fügung lud den Tag zusätzlich mit Bedeutung auf. Deshalb gilt der Valentinstag als Frühlingsbote und als Zeichen der Erneuerung. So schenkte man gerne Tulpen und tut dies heute noch, denn in der Sprache der Blumen drückt das Liebe und Zuneigung aus.

Als großes Fest der Liebe fanden um 1400 am Hof von König Karl VI die ersten mehrtägigen Feiern im Namen des Valentin statt. Rauschende Feste müssen das gewesen sein, mit opulenten Blumenkorsos, exotischen Speisen und sinnlicher Musik. Damit die Spannung hoch blieb, mussten Ritter überwältigende Turnierkämpfe bestehen. Bei einer frühen Form von „Dancing Stars“ galt es ferner, das Paar mit der schwungvollsten Drehung auszuzeichnen. Ich kann mir schon denken, dass die Franzosen das richtig angepackt haben. Schließlich heißt es nicht umsonst „Leben wie Gott in Frankreich“. Vielleicht hieß es damals „Feiern wie Valentin in Frankreich“?

Da der Valentinstag durch die christlichen Missionare zum wahren Globetrotter wurde, ist er heute in vielen Regionen heimisch. Oft werden Süßigkeiten verschenkt, um die Liebste und den Liebsten zu verwöhnen. Natürlich hat er sich auch angepasst. Durch das Einbeziehen regionaler Traditionen schuf der Valentinstag etwas Einzigartiges. In Slowenien war der Valentinstag zunächst ausschließlich der Festtag für Imker und Pilger und war außerdem für gewöhnlich der Tag, an dem die Arbeiten im Weinberg und auf den Feldern begannen. Erst vor Kurzem begann die Liebe an diesem Tag auch eine Rolle zu spielen, was sich durch die lange Trennung Europas erklären lässt. Letztlich ist auch Europa ein Paar, das nach vielen Jahrzehnten der Entfremdung endlich wieder zueinander findet. Übrigens: Erst mit den US-amerikanischen Besatzern kam der Brauch nach Deutschland und Österreich in den 1950er Jahren. In Finnland und Estland beschenkt man am sogenannten „Ystävänpäivä“ (dem Tag der Freunde) auch seine platonischen Freunde. Da hat die gemeinsame Sprachfamilie auch die geschichtliche Trennung ausgehalten.

In Italien begann man die Verbundenheit noch ein wenig fesselnder auszudrücken: So wurde der Brauch mit dem „Liebesschloss“ erfunden, der heute auf mancher Brücke für bedenkliche Gewichtszunahme sorgt, weil einfach so viele Paare ihre Liebe mit einem Vorhängeschloss verewigen möchten. Die Initialen der Liebenden sind auf dem Schloss eingraviert und der Schlüssel landet schließlich im Fluss – nichts soll diese Liebe mehr trennen können! Sehr schön ist das, das muss die Statik schon verkraften können. In Südafrika verabredet man sich zum romantischen Abendessen in rot-weißen Kleidern, welche die Reinheit der Liebe bezeugen. In Südkorea wiederum schenken ausschließlich Frauen ihren Männern Schokolade. Sie erhalten im Gegenzug aber nichts – ganz ehrlich, das halte ich nicht für eine sinnvolle Emanzipation.

Ach, ich lege erschöpft und glücklich über so viel Wissenszuwachs die Bücher beiseite und frage mich beim Blick in unsere wunderbaren Resorts: Wie spreche ich mit Kindern über die Liebe, wenn es doch für die Erwachsenen oft so schwer ist und sie Hilfen wie den Valentinstag brauchen?

Dabei schwelge ich in Erinnerungen und mir fällt ein, wie ich selbst Kind war und zum ersten Mal verliebt. Im Kindergarten war das, ich war gerade vier Jahre alt. Er hieß Georg und war schon fast sechs Jahre alt. Ja, ich weiß, man fängt als Frau schon früh an, zu älteren Männern aufzublicken. Ich muss schmunzeln, wenn ich an sein Gesicht denke. Er hatte Sommersprossen, die sehe ich noch klar vor mir. Immer, wenn es regnete, trug er eine rote Regenjacke und rote Gummistiefel. Er hat mir einen Schmetterling aus Papier gebastelt und wenn wir mittags in den Garten gegangen sind, hat er immer meine Hand gehalten.

Die erste Liebe ist ein Versprechen, das andere halten.

Ich denke, dass Kinder immer offen sind für echte Zuneigung. Sie sind so empfänglich für alles, was um sie geschieht. Sie sind bestimmt neugierig zu erfahren, wie sich ihre Eltern kennen gelernt haben? Wie sich das anfühlt, von jemandem begeistert zu sein? Wie aus Verliebtheit Verbundenheit wird? Das sind sicher schöne Geschichten!
… zu gern würde ich lauschen

In diesem Sinne, alles LIEBE Eure
Stefanie

Stefanie C. Jost
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